LFT – Lösungsfokussierte Kurztherapie (nach Steve de Shazer)

Du bist der Experte deines Lebens„Stellen Sie sich vor, heute Nacht geschieht ein Wunder, und das Problem, über das wir gerade sprechen, ist – wie durch ein Wunder – gelöst!“ Das ist die zentrale „Wunderfrage“ der lösungsfokussierten Kurztherapie, die maßgeblich von Steve de Shazer und Insoo Berg in den 80-iger Jahren entwickelt wurde. Ihr Ziel ist es, Ressourcen und innere Stärken (Resilienzen) zusammen mit den Klienten zu entdecken, um diese wiederum in Form von handfesten Lösungsansätzen zu entwickeln und umsetzen zu können.

Eine Grundannahme der LFT ist, dass eine eingehende Beschäftigung mit Struktur und Ursachen von Problemen für das Finden von Lösungen nicht notwendig ist. Es wird angenommen, dass das Entwickeln von Lösungen unabhängig vom Problem sein kann. Und dass es hilfreich ist, Klienten dazu anzuregen über ihre Ziele und

über Ausnahmen vom Problem in der Vergangenheit nachzudenken, um diese wiederum für die Entwicklung der Lösung zu nutzen. Es werden die spezifisch eigenen, individuellen Anteile und Möglichkeiten mit einbezogen … deshalb ist sie so erfolgreich, wirksam und nachhaltig.

Drei Grundprinzipien:

  1. Repariere nicht, was nicht kaputt ist
  2. Das was funktioniert, sollte man häufiger machen
  3. Wenn etwas nicht funktioniert, sollte man etwas anderes ausprobieren

Die Lösungsfokussierte Kurztherapie ist ein (problemunabhängiges) und ressourcenorientiertes Handlungsmodell zur Gesprächsführung in verschiedensten Anwendungsfeldern. In vielen kommunikativen Bereichen findet die LFT Anwendung, wie u.a. in Psychotherapie, Beratung, Coaching, Supervision, Mediation, Sozialarbeit (u.a. Jugendhilfe), Elternarbeit, Krisenintervention, Psychiatrie, Rehabilitationsberatung, Schulberatung / Schulsozialarbeit. Auch in Deutschland wird mit diesem Ansatz immer mehr gearbeitet.

Jeder Mensch verfügt über alle Ressourcen, die er als Bausteine für seine Lösung. Die Aufgabe des Praktikers hingegen ist es, diese Ressourcen mit dem Klienten zu aktivieren, indem er das Gespräch auf jene Zeiten richtet, in denen „die Dinge besser liefen“. In diesen problemfreien Zeiten und im gedanklichen Durchspielen des „so – tun – als – ob – das – Problem – bereits – gelöst – sei“, liegen wertvolle Anhaltspunkte und Bausteine für die Entwicklung von funktionierenden Lösungen.

Lösungsfokussierte Praktiker sind direktiv in der Führung des Gesprächs bezogen auf Ziele, Ressourcen und erste kleine Schritte. Jedoch non-direktiv hinsichtlich des Inhalts und der Thematik. Der Klient bestimmt, wo es langgehen soll, denn er ist der Experte für sein Leben. Dabei haben die Ermutigung, der Respekt und die Wertschätzung des Klienten einen fundamentalen Stellenwert.

Lösungsfokussierte Kurztherapie ist international anerkannt.

Gestützt wird diese Therapieform durch aktuelle Forschungsergebnisse der Hirnforschung, insbesondere auf dem Gebiet der Neuroplastizität.

Die Neuroplastizität sagt, dass dasGehirn seine Struktur und seine damit zusammenhängende Funktion ständigverändert und der gemachten Erfahrung anpasst. So besteht Lernen in der Verstärkungsynaptischer Verbindungen zwischen den Neuronen.

Lösungsfokussiertes Arbeiten bedeutet, die positiven Unterschiede zu erkennen und zu verstärken…das was jetzt bereits besser funktioniert und passt – im Sinne von passgenau- und von dem gewünscht wird, dass es in Zukunft in noch stärkerem Maße sein möge.

Ziel:

Kennzeichen der Lösungsfokussierten Kurztherapie sind intensive Ziel- und Ressourcenorientierung und die pragmatische Suche nach den nächstmöglichen kleinen Schritten hin zu einer Lösung.Eine Grundannahme der LFT ist, dass eine eingehende Beschäftigung mit Struktur und Ursachen von Problemen für das Finden von Lösungen nicht notwendig ist. Es wird angenommen, dass das Entwickeln von Lösungen unabhängig vom Problem sein kann. Und dass es hilfreich ist, Klienten dazu anzuregen über ihre Ziele und über Ausnahmen vom Problem in der Vergangenheit nachzudenken, um diese wiederum für die Entwicklung der Lösung zu nutzen. Es werden die spezifisch eigenen, individuellen Anteile und Möglichkeiten mit einbezogen … deshalb ist sie so erfolgreich, wirksam und nachhaltig.

Sie ist:

  • Ressourcenorientiert
  • Intuitiv
  • ganzheitlich
  • sinnstiftend
  • konstruktivistisch (die Wirklichkeit wird konstruiert)
  • systemisch
  • pragmatisch ( gut umsetzbar)
  • Bekenntnis zur Einfachheit
  • sprachlich ganz nah am Klienten
  • nachhaltig

Prozess:

  1. Problemdefinition erarbeiten
  2. nach Ausnahmen suchen… Es ist NIE alles IMMER so
  3. Wie unterscheiden sich die Ausnahmezeiten von den Problemzeiten?
  4. Zielformulierungen … Ziele innerhalb des Kontextes der Person mit seinen Ressourcen und Fähigkeiten, die so klein und pragmatisch sind, dass sie relativ schnell und erfolgreich umgesetzt werden können. Was wollen Sie erreichen?
  5. Wunderfrage: Ich möchte ihnen jetzt eine ungewöhnliche Frage stellen. Stellen sie sich vor, während sie heute Nacht schlafen und das ganze Haus ruhig ist, geschieht ein Wunder. Das Wunder besteht darin, dass das Problem, das sie hierher geführt hat, gelöst ist. Allerdings wissen sie nicht, dass das Wunder geschehen ist, weil sie ja schlafen. Wenn sie morgen früh aufwachen, was wird dann anders sein, das ihnen sagt, dass ein Wunder geschehen ist und das Problem, das sie hierher geführt hat, gelöst ist?
  6. Zukunftsvisionen in die Gegenwart holen und erste mögliche Schritte zur Erreichung des Zieles erarbeiten
  7. Hausaufgaben

Sie lernen Bewältigungsschritte, die sie in ähnlichen Situationen anwenden können. Es stärkt ihr Selbstbewusstsein. Sie erfahren ihre Selbstwirksamkeit.

Drei Grundprinzipien:

1. Repariere nicht, was nicht kaputt ist

2. Das was funktioniert, sollte man häufiger machen

3. Wenn etwas nicht funktioniert, sollte man etwas anderes ausprobieren.